Biologie


Biologie ist ebenfalls eine Naturwissenschaft und beschäftigt sich mit dem Leben. Was ist Leben, welche Formen von Leben gibt es, wie entwickelt  und verändert sich Leben?

Die mit Abstand wichtigste Erkenntnis der Wissenschaft Biologie hat sich aus der Frage ergeben, warum es so viele verschiedene Lebensformen gibt und wie diese „entstanden“ sind. Die Antwort darauf und damit auch die Antwort auf die Fragen, warum wir leben, woher wir kommen und wovon/woher wir abstammen ist zu Recht eine der wichtigsten und interessantesten wissenschaftlichen Theorien:

Die Evolutionstheorie.

Es gibt viel Unkenntnis und Missverständnisse über die Evolutionstheorie, die ich nicht alle an dieser Stelle ausräumen will und kann. Es sei nur so viel gesagt, wir Menschen stammen von affenähnlichen Vorfahren ab, diese stammen von irgendwelchen Säugetieren ab und diese von irgendeinem Fisch und diese von irgendeinem Schleim und dieser von irgendeinem Bakterium. Ja, wir Menschen sind letztendlich Abkömmlinge nicht nur von „Affen“ oder „Fischen“ sondern wirklich von Bakterien. Deine Ur-Ur-Ur-…ganz-viele-weitere-Urs-Oma war ein Bakterium! Mit etwas weniger „Urs“ war deine Oma ein Fisch und mit noch weniger „Urs“ war sie ein affenähnliches Wesen.

Wir Menschen teilen diesen Planeten mit unzähligen anderen Lebewesen, die alle mehr oder weniger nah mit uns verwandt sind. Ja, wir sind sogar mit Bäumen, Gräsern oder Kakerlaken verwandt. Wenn das keine sensationell interessante Erkenntnis ist, dann weiß ich wirklich nicht, welche eine wäre.

Wer weiß, wie sich die Menschen und die Menschheit in Zukunft entwickeln werden? Welchen Beitrag wird dazu Genetik und Forschung leisten? Biologie ist eine faszinierende Wissenschaft, die vielfältigste Fragen aufwirft.

Kein seriöser Biologe bezweifelt die Evolution, ebenso wenig bezweifelt er, dass alles Lebewesen miteinander verwandt sind.

Wir haben gesehen, daß lebende Dinge zu unwahrscheinlich und zu bewundernswert entworfen sind, um durch Zufall entstanden zu sein. Wie sind sie dann aber entstanden? Die Antwort, Darwins Antwort, heißt: schrittweise, stückweise Veränderungen aus einfachen Anfängen, aus Urgebilden, die einfach genug waren, um durch Zufall entstehen zu können. Jede der aufeinanderfolgenden Veränderungen in dem schrittweisen Evolutionsprozeß war gegenüber ihrem Vorgänger so einfach, daß sie zufällig erfolgen konnte.

Betrachtet man die Komplexität des letztgültigen Endprodukts im Vergleich zu dem ursprünglichen Ausgangsprodukt, so ist die gesamte Folge kumulativer Schritte jedoch alles andere als zufällig. Gelenkt wird der kumulative Prozeß durch nichtzufälliges Überleben. Zweck dieses Kapitels ist es, zu zeigen, daß die Macht dieser kumulativen Selektion ein im wesentlichen nichtzufälliger Prozeß ist.

Richard Dawkins

Der Wissenschaftler arbeitet, wie alle Organismen, mit der Methode von Versuch und Irrtum. Der Versuch ist eine Problemlösung. Der Irrtum, oder genauer die Irrtumskorrektur, ist in der Evolution des Pflanzen- und Tierreichs gewöhnlich die Ausmerzung des Organismus; in der Wissenschaft die Ausmerzung der Hypothese oder Theorie.

Karl Raimund Popper

Ich kann es kaum begreifen, wie jemand, wer es auch sei, wünschen könnte, die christliche Lehre möge wahr sein; denn wenn es so ist, dann zeigt der einfache Text (das Evangelium), dass die Ungläubigen, und ich müsste zu ihnen meinen Vater, meinen Bruder und nahezu alle meine besten Freunde zählen, ewige Strafen verbüßen müssen. Das ist eine abscheuliche Lehre.

Charles Darwin