Presseschau: Die Intoleranz der bösen Schulmedizin

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Zitate:

Doch bei genauerer Betrachtung wird klar, dass ein Kompromiss, bei dem man sich in der Mitte trifft, längst nicht immer die beste Lösung darstellt. Wenn es um politische Meinungen geht, mag es oftmals eine gute Idee sein; aber wenn sich die Frage stellt, ob die Summe aus eins und zwei, drei oder doch eher sieben ergibt, so erhält man nicht das beste Ergebnis, indem man sich einfach auf fünf einigt.

Die Homöopathie geht von einigen Grundannahmen aus, wie dem Ähnlichkeitsprinzip und der Potenzierung, die vor über 200 Jahren von Samuel Hahnemann erdacht wurden. Diese Grundprinzipien werden im Allgemeinen als unumstößlich betrachtet, eine Überprüfung und ggf. Widerlegung ist prinzipiell nicht vorgesehen. Wie auch, sind es doch diese Prinzipien, die die Homöopathie ausmachen; ohne sie wäre es keine Homöopathie. Und so beschränkt sich die homöopathische „Forschung“ hauptsächlich auf das (Er-)Finden neuer Mittelchen, natürlich im Rahmen der ebenfalls von Hahnemann ersonnenen „Arzneimittelprüfung“.

In der wissenschaftlichen Medizin hingegen werden Therapien nicht einfach danach bewertet, wie gut sie mit irgendwelchen von einem Guru, äh, kreativen Menschen irgendwann einmal erfundenen Regeln und Grundsätzen übereinstimmen, sondern nach ihrer Wirksamkeit, die zum Beispiel mittels geeigneter Studien untersucht wird. Stellt sich dabei heraus, dass eine neue Therapie in bestimmten Fällen besser ist als die bisher verwendeten, wird sie akzeptiert, selbst wenn sie den bisherigen Theorien widerspricht.

Im Gegenteil: Es deutet alles darauf hin, dass homöopathische Mittelchen kein bisschen besser wirken als Placebos. Grund für die fehlende wissenschaftliche Anerkennung der Homöopathie ist also nicht etwa die Intoleranz der „bösen Schulmedizin“ alternativen Heilmethoden gegenüber, sondern deren konsequentes Versagen, einen wissenschaftlich akzeptablen Nachweis ihrer Wirksamkeit zu liefern.


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