Presseschau: Grenzenlose Scharlatane

Hier mal wieder ein sensationell guter Beitrag von Jörg Wipplinger. Wenn man anhand der „eigenen positiven Erfahrungen“ die Wirksamkeit oder Wahrheit von Dingen feststellt, dann hat man schon verloren, wie er richtig sagt.


Dieses „Argument“ hört man immer wieder von Esoterikern oder Gläubigen: Die eigene positive Erfahrung. Leider ist das nur eine Anekdote, es ist nur ein Beispiel und nicht dazu geeignet, wirklich feststellen zu können, ob etwas wirkt oder wahr ist. Diesen Menschen ist nicht klar, dass sie sich irren können, sie halten die eigene Erfahrung für viel wertvoller als sie wirklich ist. Und genau das ist ihr Fehler.

Die eigene Erfahrung ist in dieser Hinsicht tatsächlich wertlos und kein gutes Kriterium, um Wirkung oder Wahrheit festzustellen, sondern ein sehr schlechtes.

Hier muss ich Jörg Wipplinger zitieren:

Die einzige Möglichkeit, eine Grenze zwischen Scharlatanerie und Medizin zu ziehen, ist saubere Wissenschaft. Das müssen nicht ausschließlich doppelt verblindete Medikamentenstudien sein, sondern jede Methode, die verlässlich Selbsttäuschung ausschließt und zeigt, was wirkt und was nicht. Und dann muss der Mut gegeben sein, die Ergebnisse auch zu akzeptieren.

Wer diesen Standard aufweicht, gibt das einzige Werkzeug aus der Hand, mit dem es überhaupt möglich ist, eine Grenze zwischen wirkungsvoller Behandlung und wertlosem Wohlfühlvodoo zu ziehen.

 


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  1. Warum Wünschelrutengehen keine Wissenschaft ist @ gwup | die skeptiker - [...] Wahrheit sind diese “Erfahrungswerte” lediglich Anekdoten und nicht dazu geeignet, wirklich feststellen zu können, ob etwas wirkt oder wahr ...

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