Presseschau: Homöopathie: Brauchen wir “mehr Forschung”?

Kernproblem der Diskussion ist zum einen der fehlende wissenschaftliche Nachweis, dass homöopathische Mittel tatsächlich wirken. Für jede Studie, die Befürworter der Heilmethode als Nachweis anführen, wissen Kritiker mindestens eine zu nennen, die das Gegenteil zeigt. Zum anderen fehlt auch eine schlüssige Erklärung, wie Homöopathie überhaupt wirken könnte.

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Zitate:

  • Es gibt keine theoretische Begründung, warum Homöopathie funktionieren sollte. Alle diesbezüglichen Ansätze haben sich als nicht stichhaltig herausgestellt.
  • Es gibt eine theoretische Begründung, warum Homöopathie nicht funktionieren sollte.
  • Es gibt etliche gescheiterte (weil fehlerhafte) theoretische Begründungen, warum sie funktionieren sollte.
  • Es gibt keinen empirischen Beleg dafür, dass Homöopathie funktioniert. Je besser die Studie, desto ungünstiger fällt sie in der Regel für die Homöopathie aus.
  • Es gibt empirische Belege dafür, dass sie nicht funktioniert.
  • Es gibt etliche gescheiterte (fehlerhafte) empirische Belege dafür, dass Homöopathie funktioniert.

Schlechter kann die argumentative Lage (empirisch wie theoretisch) für ein Weltbild kaum aussehen. Aber könnte das nicht vielleicht bedeuten, dass wir einfach “mehr Forschung” brauchen, wie Homöopathie-Fans gerne formelhaft argumentieren?

Es hat über hundert randomisierte, kontrollierte Studien zum Thema Homöopathie gegeben, doch jetzt ist es an der Zeit, damit abzuschließen. Homöopathische Mittel wirken nicht besser als Placebos, soviel wissen wir jetzt. Jetzt können wir uns interessanteren Studien zuwenden.


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