Motivation


Was ist meine Motivation für diese Seite, warum schreibe ich überhaupt? Mich motivieren mehrere Dinge dazu, hier zu schreiben:

1.) Der Hauptgrund und die Hauptmotivation sind vielleicht eine Art „Helfersyndrom“, an dem ich wahrscheinlich leide.

Wir treffen jeden Tag in irgendeiner Form Entscheidungen und handeln dann entsprechend den Entscheidungen, die wir getroffen haben.  Wie treffen wir nun die Entscheidungen, die wir treffen? Ist das überhaupt eine wichtige Frage? Ja, ich denke schon. Man sollte sich bewusst machen, ob man Entscheidungen aufgrund von Intuitionen, Gefühlen oder rationalem Nachdenken trifft. Hat man in seinem Leben schon einmal schlechte Entscheidungen getroffen? Wie kann man dafür sorgen, dass die Anzahl der schlechten Entscheidungen sinkt und die der guten Entscheidungen steigt? Ich denke, wenn man sich solche Fragen stellt, dann ist das schon der erste Schritt in die richtige Richtung.

Ich sehe, höre und lese jeden Tag von Menschen, die schlechte Entscheidungen getroffen haben und dabei sich und/oder andere schädigen auf verschiedenste Weise. Immer wenn ich solche Geschichten höre, bin ich traurig und zornig, denn das hätte nicht geschehen müssen. Das ist eine große Motivation für mich, dieses Leid zu vermindern, durch Informationen, Aufklärung und dem Wecken von Neugier auf Lernen und Bildung.

2.) Es gibt auch noch eine Art egoistische Motivation. Ich will etwas lernen. Wie lerne ich etwas? Durch Diskussionen und der darin enthaltenen Ideen und Kritik. Ich kann mich fragen, ob eine Idee, ein Argument ein Beleg von irgendjemandem stichhaltig, valide und gut sind, oder eben nicht. Dadurch werde ich automatisch zum Denken und Nachdenken angeregt und gezwungen. Das ist das Beste, was mir passieren kann und eine sehr gute Möglichkeit und Methode, zu vernünftigen Ansichten zu kommen. Nebenbei bemerkt, dies ist auch die beste (und einzig funktionierende) Methode wahr von falsch zu unterscheiden. Im Prinzip ist das auch genau der Kern von kritischem Denken, Skeptizismus und Wissenschaft.

Ja, sie lesen richtig, im Prinzip ist genau das Wissenschaft. Man hat eine Idee (Ansicht), stellt sie komplett in Frage und setzt sie schonungslos der Kritik aus. Wenn die Idee (Ansicht), den (Gegen)Argumenten standhalten kann und immer noch als sinnvoll und wahr angesehen werden kann, dann ist sie (vorläufig) in Ordnung. Muss ich hinzufügen, was man machen sollte, wenn die Idee oder Ansicht einer kritischen Untersuchung nicht stand hält?

3.) Wichtig ist auch festzuhalten, was nicht meine Motivation ist. Ich will niemanden missionieren, d.h. meine Denkweise aufzwingen. Ich würde auch niemals die Dinge verbieten, die ich scharf kritisiere, selbst wenn ich die Macht dazu hätte. Ganz ehrlich, Menschen haben ein Recht darauf, dumm zu sein, und ich wäre der letzte, der ihnen dieses Recht absprechen würde. Das hier ist einfach ein Angebot, über sich und die Welt nachzudenken. Jeder kann für sich selbst überlegen es anzunehmen, abzulehnen oder weiter darüber nachzudenken und weder das eine noch andere zu machen.

Natürlich würde ich mich freuen, wenn der ein oder andere hier irgendetwas für sich und sein Leben mitnehmen und die Dinge vielleicht etwas klarer oder in einem anderen Licht betrachten kann. Wahrscheinlich werden die meisten Menschen wieder mit den Ansichten gehen, mit denen sie auch gekommen sind, was völlig ok ist. Aber ich freue mich über jeden Menschen, der wirklich offen ist, zweifelt und seine Ansichten hinterfragt und entsprechend der Argumentations- und Beweislage, die vernünftigste Ansicht einnimmt. Schade wäre es nur, wenn Dickköpfigkeit oder ein Gefühl von verletztem Stolz der Grund dafür wären, Ansichten beizubehalten, obwohl man selbst intellektuell erkannt hat, dass diese nicht verteidigungsfähig und akzeptabel sind. Man würde sich nur selbst betrügen, was ziemlich dumm wäre, aber wie schon gesagt, jeder hat natürlich das Recht dazu.